Tötungsstationen

FĂŒr diesen Beitrag zu recherchieren ist eine der schwersten Aufgaben gewesen, die ich bisher in meinem Bloggerleben hatte.
Im Rahmen der Blogtour zu dem Buch „Dino – vom Rassehund zum TierschĂŒtzer“ habe ich mich aber dennoch an das schwere Thema „Tötungsstationen“ rangewagt.
Und nicht nur einmal standen mir TrÀnen in den Augen.
Ich selbst habe einen Hund zuhause und kann deshalb umso weniger verstehen, wie man diesen abgeben kann ohne sich um ein gutes neues Zuhause zu kĂŒmmern!
Versteht mich nicht falsch: natĂŒrlich kann jeder in die Situation kommen, dass er seinen Hund nicht mehr halten kann. ABER ich finde man sollte dann auch dafĂŒr sorgen, dass ein gutes neues Heim gefunden wird.

Unsere kleine Emma stammt auch aus einer Privatvermittlung und wurde nur mit Schutzvertrag an uns angegeben und das gibt auch mir -als neue Besitzerin- ein gutes und sicheres GefĂŒhl.

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Aber warum erzÀhle ich euch das alles und stehe hier mit erhobenem Zeigefinger?
Es gibt immer noch zu viele Hunde (bzw. allgemein Tiere), die in Tierheimen oder schlimmsten Fall sogar in Tötungsstationen auf ihr grausames Ende warten.

Und genau mit diesen möchten wir uns heute mal ein bisschen mehr beschÀftigen.

Warum gibt es sie und was können wir tun?

Der Grund warum es diese Tötungsstationen gibt, ist die Überbevölkerung von Straßenhunden in einigen LĂ€ndern. Und das grĂ¶ĂŸte Problem dabei ist, dass es immer mehr werden, da diese meist natĂŒrlich unkastriert sind und sich somit vermehren.

**JÄHRLICH WERDEN IN SPANIEN ÜBER 80.000 HUNDE AUSGESETZT UND LANDEN SOMIT AUF DER STRASSE**

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Wie lange darf ein Hund in solch einer Tötungsstation verweilen?
Meist sind es nur zwei Wochen, die ein Hund die Chance bekommt doch noch gerettet und adoptiert zu werden. Viele TierschĂŒtzer engagieren sich allerdings dafĂŒr diese Dauer zu verlĂ€ngern und somit den Tieren eine faire Chance zu bieten.
Doch auch die Zeit in solch einer Tötungsstation ist grausam. Die Hunde leben dort in lieblosen, dreckigen Betonzwingern, eng aneinander gepfercht.
Die Zeit um mit ihnen Gassi zu gehen oder sich zu beschÀftigen fehlt zumeist.

**UMGERECHNET FINDET SICH ALLE 5 MINUTEN IN SPANIEN EIN HUND MUTTERSEELENALLEIN AUF DER STRASSE WIEDER**

Das grausame Ende
Wenn die Heime ĂŒberfĂŒllt sind und die Frist fĂŒr die Tiere abgelaufen ist, folgt zwangslĂ€ufig das grausame Ende fĂŒr sie. Zumeist wird hierbei das Narkosemittel gespart, weil dies zu teuer ist und die finanziellen Mittel fehlen. Die Hunde werden mit T61 (ein Arzneimittel mit dem Tiere eingeschlĂ€fert werden und dass die Atemwege lĂ€hmt und zu schrecklichen KrĂ€mpfen bis zum Tod fĂŒhrt). Normalerweise wĂŒrde das Tier davon nichts mitbekommen, wenn es in Narkose wĂ€re, aber ohne diese sterben die Hunde einen grausamen Tod.
Manche werden sogar erschossen.
Und das sind noch die „freundlicheren“ Methoden.
Um Kosten zu sparen werden oftmals noch grausamere Methoden verwendet. Einigen Tieren wird VerdĂŒnnungsmittel fĂŒr Ölfarben gespritzt und es kann bis zu 3 Stunden dauern bis sie endgĂŒltig tot sind.
Desweiteren werden sie mit Benzin ĂŒbergossen und angezĂŒndet oder mit StromschlĂ€gen getötet (eine Stange ins Maul und die andere wird in den Anus eingefĂŒhrt – diese Methode wird auch in Pelzfarmen verwendet).

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Was kann man dagegen tun?
ZunĂ€chst einmal ĂŒberlegt euch auch hier bei uns in Deutschland ganz genau, ob ihr euch einen Hund anschaffen wollt und ob ihr wirklich die Zeit dafĂŒr habt.
Bedenkt, dass einige Rassen mehr BeschÀftigung benötigen als andere und dass dies aber auch innerhalb der Rassen ganz individuell auf den jeweiligen Hund ankommt.
Und dann macht euch Gedanken darĂŒber woher euer Hund kommen soll. Muss es unbedingt ein Rassehund sein? Oder wartet vielleicht in dem Tierheim in euerer NĂ€he der perfekte Hund auf euch? Oder vielleicht wartet er auch in einer Tötungsstation in Spanien, Ungarn oder sonst wo.
Diese Hunde hatten einfach nur Pech in ihrem Leben bisher und haben ein großes StĂŒck GlĂŒck verdient.
Oft haben auch deutsche Tierheime Partnerschaften mit auslÀndischen Tierheimen und Tötungsstation. Fragt doch einfach mal bei dem Tierheim bei euch um die Ecke nach. Oft werden auch Sachspenden, die diese dann ins Ausland transportieren gern gesehen.
Zum Abschluss möchte ich euch diesen Brief hier gerne einmal ans Herz legen. Er stammt von einer Mitarbeiterin aus einer Perrera (Tötungsstation):
http://www.menschen-fuer-tiere-nuembrecht.de/html/perreras__totungsstationen_.html

Quellen:
– http://www.giessener-zeitung.de/heuchelheim/beitrag/29521/toetungsstation-was-ist-das/
– https://amp.focus.de/wissen/natur/hunde/zweispaltige-situation-so-leiden-herrenlose-tiere-in-europa_id_4078918.html
– http://www.ts-fellwechsel.de/projekte-in-spanien/192-warum-helft-ihr-eigentlich-ausgerechnet-in-spanien