Filmkritik „Unknown User“

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erschienen: 16. Juli 2015

verfügbar bei:   – Amazon Prime: ja
– Netflix: nein
– Maxdome: nein
 

 

Inhalt:

Ein Jahr ist es her, seit sich High School-Schönheit Laura auf der Party eines Mitschülers bis auf die Knochen blamierte. Ein Jahr, seit das Video ihres peinlichen Fehltrittes ins Internet gestellt wurde und Lauras Ruf auf einen Schlag ruinierte. Ein Jahr, seit sich Laura auf tragische Weise das Leben genommen hat. Heute Nacht versammeln sich sechs ihrer Mitschüler auf Skype, um über Lauras Tod zu reden. Bis sich eine unbekannte siebte Person mit Lauras Konto einloggt und alle Anwesenden warnt: Wer versucht, den Chat zu verlassen – stirbt. Wer sich weigert, zu reden – stirbt. Wer die Wahrheit über die Ereignisse im vergangenen Jahr verschweigt – stirbt. Ist Lauras Geist zurückgekehrt, um Rache zu nehmen? Oder spielt jemand den sechs Freunden einen grausamen Streich?

Meine Meinung:

Ich finde den Film wirklich sehr gut gemacht. Und ich finde er rüttelt auch so ein klein wenig wach. Zwar hatte ich (zum Glück) bisher noch nichts mit Online-Mobbing zu tun und auch in meinem näheren Umfeld nicht, aber trotzdem ist es ein Thema mit dem man sich befassen sollte. Nichts – auch nicht was man im Netz tut – bleibt ohne Folgen. Dies müssen nun auch Blaire, Val, Adam, Mitch, Jess und Ken lernen. Der ganze Film spielt sich quasi nur auf den Bildschirmen der Pc´s der Clique ab. Zunächst dachte ich diese Perspektive würde langweilig werden, aber das war sie absolut nicht. Man fühlte sich, als wäre man selbst Teil dieses Skype Gespräches.
Kommen wir zu den Charakteren:

Die Charaktere im Einzelnen werden nur sehr kurz angeschnitten. Näher kennen lernen tut man keinen von ihnen so wirklich. Lediglich bei Blaire hatte ich das Gefühl sie ein wenig kennen zu lernen. Blaire wirkt zunächst wie das liebe, brave Mustermädchen, doch man lernt, dass auch sie ihre Geheimnisse hat.

Interessanter und in diesem Fall sehr trauriger Fakt:

Die Ausgangslage des Films ist leider nicht erfunden. Es erinnert stark an die traurige Geschichte von Amanda Todd, die sich ebenfalls aufgrund von Internetmobbing das Leben nahm.

Mein Fazit:

Mich hat der Film zum Nachdenken angeregt. Klar im Endeffekt ist es ein klassischer Horrorfilm und als dieser auch recht gut gelungen. Er zählt nicht zu den schlimmsten Horrorfilmen, die ich je gesehen habe, aber konnte mich dennoch immer wieder schocken. Viel wichtiger aber finde ich die Botschaft dieses Films. Passt auf was ihr im Netz tut! Es hat Konsequenzen! Und manchmal suchen euch diese Konsequenzen heim und nehmen grausame Rache 😉

„Unknown User“ bekommt 7 von 10 Tintenfedern und somit 4 von 5 Sternen von mir.

 

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