Schreiben als Selbsttherapie

Kennt ihr das auch? Eure Gedanken drehen sich im Kreis? Immer wieder um dasselbe Problem und irgendwie zermürbt es euch?

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Da kann euch das Schreiben helfen.
Dies fand auch Izaak Öztürk, der Autor von dem Buch „Ich geh leben, kommst du mit“ heraus. Mit 14 fing er mit dem Schreiben an und widmete seinem verstorbenen Großvater seinen ersten Text. In seinem Buch nimmt er einen mit auf eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens.

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Gucken wir uns das Thema „Schreiben als Selbsttherapie“ doch noch einmal etwas genauer an.

Ich selbst habe in den schwierigeren Phasen meines Lebens oft ähnliche Texte wie Izaak Öztürk geschrieben und es hat mir sehr geholfen.

Und tatsächlich ist das Schreiben als Therapiemethode auch in der Psychologie sehr anerkannt.
Der Psychologe James Pennebacker begründete in den achtziger Jahren eine neue Form der Therapie: das expressive Schreiben. Hierbei schreiben Menschen über ein persönliches Erlebnis, das sie belastet.
Pennebacker startete hierzu eine Studie und lies Studenten über ihre traumatischen Erlebnisse schreiben. Viele verließen die Sitzungen tränenüberströmt, doch sie kamen am nächsten Tag wieder, um weiter zu schreiben. Nach wenigen Wochen ging es ihnen viel besser, sowohl seelisch als auch körperlich.
Das Schreiben kann die Angst lindern und dadurch, dass man sich selbst immer wieder mit demselben Thema konfrontiert, ist es leichter sich an diese schlimme Erfahrung zu gewöhnen und damit abzuschließen. Allerdings ist wichtig nichts zu erzwingen und den richtigen Zeitpunkt zum Schreiben zu wählen. Schreiben kann aufwühlend sein und einen zunächst einmal runter ziehen. Aber es entlastet den Kopf und befreit einen aus der Gedankenspirale.19429231_1996572587229439_5591069820410920960_n

Beim Schreiben denkt man nochmals intensiv über das Geschehene nach und knüpft Verbindungen und lernt es in die eigene Lebensgeschichte zu integrieren. Der Geist hört auf sich immer und immer wieder damit zu beschäftigen.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass sich viele der Studenten (aus der Studie) auch in ihrem zwischenmenschlichen Verhalten verbessert haben. So kann das Schreiben die helfen deine eigenen Gefühle besser auszudrücken und auch die Gefühle von anderen besser zu verstehen.

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Ihr wollt noch mehr erfahren? Dann guckt doch mal hier vorbei:

http://www.zeit.de/2016/14/tagebuch-schreiben-schreibtherapie-trauma-behandlung-psychologie-james-pennebaker

https://www.stern.de/gesundheit/therapie-sich-den-stress-von-der-seele-schreiben-3343322.html

 

 

Buchtipp:

James Pennebaker: Heilung durch Schreiben. Ein Arbeitsbuch zur Selbsthilfe. Huber Verlag

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