„Willkommen zur Gruppentherapie der Opfer der unberechenbaren Fanny Bechert“

Ihr wolltet schon immer mal wissen, was die Charaktere aus Elesztrah eigentlich zu ihrer eigenen Geschichte sagen würden? Und wie sie eigentlich mit ihrem Schicksal so fertig werden?

Dann begleitet mich heute zur ersten Therapiesitzung von Lysanna, Fayori, Orano, Thaliê, Aerthas, Mitzum und Sedan.

Oh, schnell! Es fängt schon an! Aber – psssst – schön leise! Wir wollen sie ja nicht stören!

„Willkommen zu unserer ersten Therapiesitzung der Opfer von Fanny Bechert. In dieser Gruppentherapie möchte ich euch die Möglichkeit geben, euch komplett Vorurteilsfrei und offen austauschen zu können. Möchte jemand anfangen?“ nervös guckt der Gruppenleiter Dr. Klaus Amoba in die Runde der Anwesenden. Dies hier ist auch für ihn etwas komplett neues. Noch nie hatte er eine Therapiesitzung mit Opfern einer wahnwitzigen Autorin.

Sofort schnellt die Hand von Fayori in die Höhe.

„Fayori, sehr gerne! Stell dich doch zunächst einmal vor.“

„Nun, mein Name ist Fayori und eigentlich bin ich erst 4 Jahre alt. Tja aber dank dieser Fanny Bechert stecke ich nun im Körper einer 17jährigen! Und als wäre das nicht schon verwirrend genug, wurde ich auch noch meiner Mutter als Fötus aus dem Mutterleib entrissen!“

„Ok, Fayori, dass klingt nach einem harten Schicksalschlag.“ meldet sich der Gruppenleiter mit beruhigender Stimme.

„Sie denken das war es schon?!? Ohhhh da kennen Sie Fanny Bechert aber schlecht!“ Fayoris stimme trieft vor Sarkasmus. „Nein, dass war dieser verrückten Autorin wahrlich noch nicht genug! Stattdessen setzt sie mir einen scheußlichen Vater vor die Füße und lässt mich zu allem Überfluss auch noch entführen!! Sagen sie mir, wie soll denn aus mir je eine normale Elfe werden?!?“

„Ein scheußlicher Vater?!? Ich höre wohl nicht recht!!“ Orano unterbricht Fayori unwirsch. „Einen besseren Vater als mich, könntest du gar nicht haben. Und ich weiß auch gar nicht, was ich hier soll. Ich finde, diese Fanny Bechert hat bei mir alles richtig gemacht! Ich bin erfolgreich, charismatisch und gut aussehend!“

„Das ich nicht lache!“ Lysanna schüttelt mit einem schiefen Grinsen den Kopf. „Charismatisch? Du? Und nennst du es erfolgreich, wenn dir Frau und Kind davon laufen? Also wirklich!“ sie schnaubt verächtlich. „Dich hätte diese Bechert auch einfach weg lassen können. Da wäre mir so einiges erspart geblieben! Was fällt dieser Frau überhaupt ein über mich zu schreiben? Mein Kind hat sie mir genommen und nun fällt es mir schwer eine Bindung zu ihr aufzubauen.“ Sie deutet mit Verzweiflung in den Augen auf Fayori. „Und dann raubt sie mir meinen Gefährten! Und damit nicht genug! Nur wegen ihr, muss ich mich nun dem Flammendem Lord stellen. Tja und zu allem Überfluss wäre da noch dieser Fluch auf mir! Diese innere Hitze, diese lodernden Flammen in mir, die sich einfach nicht kontrollieren lassen!“

„Das ist ein Fluch?! Du hast es wenigstens warm!“ Aerthas ergreift das Wort. „In mir herrscht eine eisige Kälte! Und dann verliebe ich mich auch noch in die Frau meines Vorgesetzten! Kann mir mal jemand erklären, wie ich aus diesem Schlamassel wieder raus kommen soll?“

„Eures Vorgesetzten?!? Moment mal! Mo-„ Der verwirrte Orano wird augenblicklich unterbrochen.

„Das hast du dir schön selbst eingebrockt, mein lieber Bruder! Ich wollte sowieso nie, dass du zur Stadtwache gehst! Das ist viel zu gefährlich!“ Taliê zieht scharf die Luft ein.

„Du hast mich seit dem Tod unserer Eltern doch sowieso immer bemuttert.“ ergreift Aerthas wieder das Wort.

„Bemuttert?!“ empört sich Taliê „Ich musste mich ja wohl um dich kümmern! Wer hätte es denn sonst tun sollen? Und was ist der Dank? Die ständige Angst um dich! Ich habe es schon immer gesagt und sage es nochmal: die Liebe bringt nichts als Leid!“

„Nun, kommen wir einmal zurück darauf, weswegen sie alle hier sind: sie alle sind Opfer dieser unberechenbaren Autorin“ der Gruppensprecher geht schnell dazwischen. „Möchte noch jemand seine Erfahrung mit uns teilen?“ Erwartungsvoll schaut er Mitzum an.

„Was erwarten Sie von mir zu hören? Natürlich hat diese Frau Bechert auch vor mir keinen Halt gemacht. Mich lies sie entführen und monatelang gefangen halten. Und nun bin ich zurück und weiß gar nicht so recht, ob ich hier noch hin gehöre.“

„Ach hör auf zu jammern, ich wurde doch genauso gefangen gehalten!“ Fayori sieht Mitzum herausfordernd an.

Sedan schnaubt verächtlich und alle Blicke richten sich auf ihn. „Alter, IHR glaubt EUCH hat sie übel mitgespielt? Ich bin TOT!!“

Ich hoffe euch hat die Gruppensitzung gefallen. Man, man, mit Fanny Bechert als Autorin der eigenen Geschichte hat man es auch nicht leicht…

Gewinnspiel

Bild: © Liza’s Bücherwelt

Zu gewinnen gibt es:
Ein Goodie Paket je Blog (insgesamt 6) 
Hauptgewinn: 1 x Taschenbuch aus der Reihe nach Wahl

So geht’s:
Beantworte einfach folgende Frage:
Was würdest du den Charakteren in der Gruppensitzung raten?

Teilnahmebedingungen
Das Gewinnspiel läuft bis zum: 09.04.2019, 23.59Uhr
Der Gewinner wird dann hier in den Kommentaren sowie in der Facebookveranstaltung erwähnt.

Stationen der Blogtour:
04.04. – Eine Bücherwelt
05.04. – Fuchsias Weltenecho
06.04. – Bücherleser
07.04. – Aus dem Leben einer Büchersüchtigen
08.04. – Liza´s Bücherwelt
09.04. – Bei mir – Magische Tintenwunderwelt

Banner: © Bücherleser / canva.com
Cover: © Sternensand Verlag

5 Gedanken zu „„Willkommen zur Gruppentherapie der Opfer der unberechenbaren Fanny Bechert“

  1. Hallo und guten Tag,

    die ganzen Leute in dieser Gruppensitzung sind alle schwer traumatisiert .

    Deshalb weiß ich nicht, ob Dr. Klaus Amoba mit dieser Sitzung überhaupt bei jedem einzelnen etwas bewirken kann, denn zur Zeit finde ich die Situationen eigentlich eher so als kämpft gegen in der Gruppe gegen den anderen in der Gruppe .

    Die Täterin spielt überhaupt keine Rolle, weil jeder nur mit seiner, eigenen Geschichte mit der Täterin beschäftigt ist……deshalb sollte sich jeder etwas zurücknehmen …damit alle und man auch gemeinsam gegen die Täterin und ihre traumatischen Ursachen auf jeden eingehen kann.

    Alle für ein gemeinsames Ziel… und nicht jeder gegen jeden !

    So das war meine Meinung..LG..Karin..

  2. Hallo und erstmal danke für deinen tollen Beitrag 😊
    Oha, was würde ich raten?
    Mit sowas tue ich mich immer schwer.
    Naja, auf jeden Fall erstmal jeden aussprechen lassen und nicht ins Wort fallen. Anscheinend sind alle traumatisiert und das sollten sie aufarbeiten 😊
    Miteinander nicht gegeneinander…
    Liebe Grüße
    Kerstin

  3. Hi,
    Schöner Beitrag. Mal wirklich was anderes. Ich bin kein Psychologe, aber das sie alle traumatisiert sind, merkt man. Sich gegenseitig helfen ist immer von Vorteil. Daher wünsche ich Ihnen allen nur das Beste.
    LG Alex

  4. Huhu,

    Ich denke ich würde ihnen raten, dass sie sich nicht immer alles zu Herzen nehmen sollen und irgendwie versuchen sollen trotz Trauma mit ihrem Erlebten klar zu kommen. 🙂 Das wird bei den meisten wahrscheinlich am Anfang schwer fallen, aber dann wird es sicherlich irgendwann gehen – mit der Zeit.

    Aber einen richtigen Rat zu geben, wird in dieser Hinsicht schwierig.

    Ich finde deinen Beitrag aber toll. Er ist gut gemacht und war sehr lustig und schön zu lesen.

    LG

  5. Ich würde ihnen raten, sich erst einmal zurückzulehnen und ganz tief durchzuatmen. So kommt man ja zu keiner Lösung.
    Und dann sollten sie das Gute aus ihrer Situation herausholen. Nicht immer läuft alles nach Plan, aber man kann das beste draus machen (ok- vielleicht nicht in JEDER Situation, aber doch meistens).
    Das war eine sehr tolle Blogtour, danke dafür!

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