Sanni von Stefanie Scheurich

Titel: Sanni Deceptive City
Autor: Stefanie Scheurich
Broschiert:  532 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag
Preis:  Print: 16,95€ EBook: 3,99€

Klappentext:

Was würdest du tun, wenn ein Mensch, den du liebst, einfach verschwindet?

Was würdest du riskieren, um ihn zurückzubekommen?
Die siebzehnjährige Susanna hat alles außer echten Problemen. Als Mitglied einer privilegierten Gesellschaft, die ihr perfektes Leben in einer Stadt hinter schützenden Mauern führt, gleicht ihr Dasein einem Hauptgewinn. Nur ist ihr gar nicht bewusst, wie viel Glück sie tatsächlich hat.

Nachdem ihr Bruder jedoch eines Tages spurlos verschwindet, setzt sie alles daran, ihn zu finden, und stößt dabei auf Wahrheiten, die ihr den Boden unter den Füßen wegreißen.
›Sanni‹ ist das Prequel zu ›Deceptive City‹ und die Antwort auf die Frage: Wer ist Susi wirklich?

Meine Meinung:

Eine wirklich spannende Geschichte! Mir waren die Hauptcharaktere gleich zu Beginn total sympathisch und ich hab mich immer wieder dabei ertappt, wie ich mich sowohl mit Vicci, als auch mit Sanni ein bisschen identifizieren konnte.  Ich war von der Story und dem Leben das Sanni und ihre Freunde führen total fasziniert und konnte einfach nicht aufhören zu lesen.
Mir gefällt auch der Schreibstil der Autorin total gut, da sie sehr klar und manchmal auch ein bisschen hart und aggressiv die Geschehnisse beschreibt. Das Ganze passt für mich sehr gut zum Charakter ihrer Geschichte.
Ich konnte Sannis Gefühle sehr gut nachvollziehen und habe mich vor allem in ihrem Zorn häufiger wiedergefunden. Trotzdem hat es die Autorin nicht immer geschafft, mich bei allen Empfindungen abzuholen und mich die ganzen Emotionen der Tragik spüren zu lassen.

Was mir zu Beginn wahnsinnig gut gefallen hat war der Wechsel zwischen dem Jetzt und Sannis Vergangenheit, als Beginn ihrer Geschichte. Leider gefiel mir das im weiteren Verlauf nicht mehr so gut, da ich das Gefühl hatte der ständige Wechsel würde mich aus meinem Lesefluss und aus dem Verlauf der Story rausholen. Auch hatte ich oft das Gefühl von der Autorin dadurch selbst zu der Story gespoilert zu werden. Einige Entwicklungen im Verlauf waren für mich dadurch schon vorhersehbar, was ich recht schade fand.

Das Ende ließ mich dann aber wirklich etwas ratlos zurück, denn ich hatte nicht das Gefühl die Story wirklich beendet zu haben. Ich kenne Deceptiv City nicht und weis deshalb nicht, in wie weit Sanni hier an dieses anknüpft oder aufklärt, aber es hält mich definitiv dazu an, Deceptive City zu lesen und raus zu finden, was es mit dem ominösen Ende von Sanni auf sich hat. Sehr geschickt gemacht liebe Stefanie 😉
Bis auf den Schluss hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, Deceptive City gelesen haben zu müssen.

Empfehlung:

Für alle Dystopie Fans, die auf große, blumige Aussprache und großartige Liebesschnulzen verzichten können, ist Sanni wohl genau das richtige. Wer sich gerne über die Zukunft unserer Welt und den Fortschritt der Gentechnik Gedanken macht, wird hier ebenfalls auf seine Kosten kommen und sehr zum Nachdenken angeregt werden.

4 von 5 Pfötchen

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